Jens Schmitz aus dem Ältestenamt verabschiedet

In der Leitung der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts e.V. in Berlin gibt es einen Wechsel: Zehn Jahre verantwortete Diakon Jens Schmitz als Ältester in Zusammenarbeit mit Jutta Böhnemann-Hierse die Geschicke der Gemeinschaft mit.

Gruppenbild mit 7 Personen
BU v.l.: Dr. Ursula Schoen (DWBO), Ingo Moy, Jutta Böhnemann-Hierse, Jens Schmitz, Anne Hanhörster, Tobias Petzoldt (VEDD), Oberkirchenrat Dr. Clemens Bethge (EKBO)

Nun kam für den 54-Jährigen die Zeit für einen Wechsel. Bei einem Gesamtkonvent am 17. Dezember 2022 wurde er in der Stiftskirche aus dem Amt verabschiedet, und eine neue Älteste wurde gewählt.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst sprachen Gäste aus Kirche und Diakonie Grußworte. Dr. Ursula Schoen, Vorsitzende des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) schlug den Bogen von den Wurzeln der diakonischen Gemeinschaften im 19. Jahrhundert zur Situation heute: „Gerade in Zeiten der Vereinzelung gewinnt die Kultur der diakonischen Gemeinschaft an Bedeutung.“ An Wichern habe sie immer begeistert, dass jeder Mensch etwas lernen kann und Platz in der Gesellschaft hat. Sie dankte Jens Schmitz, dass er diese Grundsätze immer vertreten hat und freut sich, dass er weiterhin in der Bildungsarbeit tätig bleibt.

Oberkirchenrat Dr. Clemens Bethge, Leiter des Referats kirchliches Leben in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) betonte, wie gerne er mit Jens Schmitz zusammen gearbeitet hat und dankte für seine „sachliche und wohltuend lösungsorientierte Art.” Er ist sich sicher: „Diakon mit Herz und Seele sind und bleiben Sie!“ Diakon Tobias Petzoldt, Geschäftsführer des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften (VEDD), erwähnte die besondere grafische Begabung von Jens Schmitz und dankte für den „geschwisterlichen Leitungsdienst.“ Gemeinschaft sei ein Ort des Ankommens, Daseins: „Hier bin ich richtig.“

Auch die Wegbegleiter*innen aus dem Johannesstift drückten Jens Schmitz ihre hohe Wertschätzung aus: Stiftsvorsteherin Anne Hanhörster dankte für seine Geduld, Sachlichkeit, Kreativität und sein unglaubliches Fachwissen. Seine Ältesten-Kollegin Jutta Böhnemann-Hierse betonte, sie haben sich in ihren Verschiedenheiten wunderbar ergänzt, mit- und füreinander gearbeitet. Ingo Moy, Vorsitzender des Leitungskonvents der Gemeinschaft, lobte: „Du weißt so viel. Du meinst, was du sagst. Du bist so wunderbar uneitel“, und brachte es auf den Punkt: „Du warst ein sehr guter und lange nachklingender Ältester!”

Lange anhaltende “Standing Ovations” drückten die Dankbarkeit und Wertschätzung für Jens Schmitz aus. Er bleibt weiterhin im Johannesstift tätig, zunächst als Krankheitsvertretung in der Leitung des Wichern-Kollegs. Anschließend wählte der Gesamtkonvent Diakonin Claudia Dorn-Jarchow als neue Älteste. Die 48-Jährige wird ab Sommer 2023 an der Seite von Jutta Böhnemann-Hierse tätig sein.