Konzert Gospelkombinat Greifswald "Psalm und Spirituals"
Gospelkombinat Nordost
Die Geschichte des Chores „Gospelkombinat Nordost“ beginnt Anfang des Jahres 2005, als eine kleine Gruppe des Greifswalder Universitätschores beschließt, einen Gospelchor zu gründen.
Nach einigen Monaten gibt sich der Chor den Namen, der seither oft für ein Schmunzeln, manchmal aber auch für Irritation sorgt. „Gospelkombinat Nordost“ ist eine Anspielung auf die Kombinate der DDR, die mit Gospelmusik natürlich herzlich wenig zu tun hatten – aber gerade vor dem Hintergrund dieser prägenden Geschichte will der Chor moderne geistliche Musik machen.
Das tut das Gospelkombinat seit 2005 in verschiedenen musikalischen Projekten, die meistens aus eigener Produktion kommen: Gospelkantaten zu biblischen Geschichten, eine Gospelmesse, die Psalmenzyklen„psalms & prayers“ oder das Reformationsjubiläumsprogramm „psalms & chorales“ gehören ebenso dazu wie Stücke aus afrikanischer oder italienischer Tradition.
Programm „psalms & spirituals“
Die Stücke aus „psalms & spirituals“ sind Lieder, die zwei verschiedene Traditionen miteinander verbinden: Die Psalmen des alten Israel finden sich darin wieder, die verschiedenste Lebenslagen und Gedanken vor Gott bringen – und nordamerikanische Spirituals, in denen verschleppte und versklavte Menschen auf ganz eigene Weise von der Bibel und der Hoffnung des Glaubens gesungen haben.
Wenn wir „psalms & spirituals“ singen, schöpfen wir aus diesen beiden Traditionen vor unserem eigenen Hintergrund: Gerade für den gelebten und gesungenen Glauben ist es ein großer Segen, voneinander zu lernen, über Zeiten und Grenzen hinweg.
Nicht viel anders sind die allerersten Spirituals wohl entstanden, als sich zur Zeit der Great Awakenings in „Camp meetings“ erstmals Sklaven und Freie mit ihren je eigenen Musiktraditionen trafen. Alte Choräle lagen da in der Luft, die die Einwanderer aus Europa mitgebacht hatten, und ebenso die Rhythmik und Dynamik westafrikanischer Musik – und der Wille, sich durch Singen und Wiederholen die Bibel und den Glauben anzueignen.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten